Hypnose gegen Angst

Was ist Angst?

Die Angst ist in erster Linie eine Schutzfunktion des Körpers, um das Überleben zu sichern. Angst ist also ein ganz normales Gefühl und gehört in einem gewissen Rahmen zum Leben dazu. 

Schwierig wird es, wenn die Angst überhand nimmt und beginnt, den Alltag zu beeinträchtigen. 

Einschneidende Erlebnisse können eine Angststörung hervorrufen, die das Leben massiv beeinträchtigt.

Wahrscheinlich haben sie schon versucht, angstauslösende Situationen zu vermeiden. Das funktioniert leider nicht dauerhaft, da Angst die Tendenz hat sich auf immer mehr Lebensbereiche auszubreiten. 

 

Viele Menschen leiden darunter, oft ohne es zu wissen. Angststörungen sind mittlerweile ein weit verbreitetes Krankheitsbild, das oft ganz plötzlich auftritt.

Angst und panikartige Zustände können sich auf vielerlei Art und Weise zeigen. Nicht immer werden die auftretenden Symptome sofort mit dem Thema „Angst“ in Zusammenhang gebracht. Plötzliche Unruhe, Schwindelgefühle, Atemnot, Herzrasen oder Schweißausbrüche – dazu eventuell Verdauungsprobleme. Tritt dieser Zustand anfallsartig auf, steht natürlich die Angst vor einer schweren Erkrankung im Vordergrund. Hypnose kann helfen, solche Situationen in den Griff zu bekommen.

Ängste haben ihren Ursprung häufig in der Kindheit

Sehr oft liegen die Ursachen für eine Angststörung in der Kindheit. Ein Beispiel: Ein Baby, dass lange nach seinen Eltern schreit, gerät irgendwann in einen Zustand der Angst – Angst vor dem Verlassensein. Das Kind fühlt sich alleine, auch wenn sich die Eltern im Nebenzimmer befinden. Bei einem Baby, dessen Überleben von anderen Menschen abhängig ist, kann in einem solchen Moment Todesangst entstehen. Im späteren Leben entwickelt sich daraus unter bestimmten Umständen möglicherweise eine Angststörung. Der Auslöser dafür kann dann ein Reiz sein, dem das Baby während der Phase der Angst zusätzlich ausgesetzt war, wie beispielsweise ein Geräusch, ein Geruch oder die Farbkombination eines Spielzeugs oder der Bettwäsche. Ganz plötzlich und unvermutet kann so im späteren Leben die Angstreaktion reaktiviert werden. Der Erwachsene, der darunter leidet, hat aber keine bewusste Verbindung zu der Situation in der Kindheit. Ein therapeutischer Ansatz, der nur mit dem Bewusstsein arbeitet, wird es daher schwer haben, eine Angststörung, die ihren Ursprung in der Kindheit hat, grundlegend auflösen zu können. Erfolgreicher sind Therapien, die einen Zugang zu den unbewussten Erinnerungen schaffen, wie beispielsweise die Hypnose. Mit Hilfe der Hypnoanalyse kann Hypnose Angst und ihre Auslöser auflösen.

Hypnosetherapie – Vier Schritte zur Heilung

Am Anfang der Hypnosetherapie gegen die Angst steht eine Anamnese, bei der vor allem die ausführliche Beschreibung der Körpersymptome wichtig ist. Außerdem werden das erstmalige Auftreten der Symptome, Vorerkrankungen und besondere Ereignisse im Leben angesprochen. Damit die Hypnose Angst und Panik-Störungen erfolgreich angehen kann, steht im Vordergrund der Therapie die Suche nach der Ursache.

Der zweite Therapieschritt ist die Hypnoanalyse. Bei diesem Schritt machen sich Klient und Therapeut gemeinsam auf die Suche nach dem Ursprung der Angst. Meistens liegt dieser in der Kindheit, im Zeitraum zwischen der Geburt und dem 6. Lebensjahr. Aber auch Geschehnisse in der vorgeburtlichen Phase im Mutterleib können Angstauslöser sein.

Im Zustand der Hypnose besteht eine Verbindung ins Unbewusste. Hier sind alle jemals erlebten Begebenheiten detailliert abgespeichert. Mit dem Bewusstsein können diese Erinnerungen nicht erreicht werden, die Hypnose aber bietet einen Zugang, der wichtige therapeutische Prozesse ermöglicht. In der Hypnoanalyse findet der Therapeut mehr über die Umstände der Situation heraus, die die Angst erstmalig ausgelöst hat. Nun kann er dem Klienten helfen, die Situation aus seiner jetzigen Erwachsenenperspektive anzusehen und die Angst als Unterstützer seines inneren Kindes aufzulösen.

Nach der Vergebung kommt die Heilung

Der Auslöser der Angst ist gefunden, nun kommen eventuell auch andere Gefühle zum Tragen. Zorn und Wut auf den Verursacher, Schuldzuweisung an den Verantwortlichen – diese Gefühle müssen erst verarbeitet werden, damit Vergebung möglich wird. Denn Vergebung ist unbedingt nötig um die Angst und alle begleitenden negativen Gefühle wirklich auflösen zu können. Im Dialog mit dem Therapeuten kann der Klient seine Wut benennen und Vorwürfe formulieren. In der imaginären Auseinandersetzung mit anderen Beteiligten der Angstsituation werden Verantwortlichkeiten geklärt, so kann ein Ausgleich hergestellt werden. Am Ende steht die Vergebung.

Der letzte Schritt, in dem mit Hilfe der Hypnose Angst aufgelöst wird, ist die Heilarbeit. Hier wird die Angst noch einmal thematisiert. Sie steht nun da als ein Verbündeter, der den Weg zu einem wichtigen Prozess gewiesen hat. Bei der Behandlung mit Hypnose Angst als einen Helfer anzuerkennen, ist ein sinnvoller Ansatz, den Symptomen der Angst auf einem anderen, positiven Wege zu begegnen. Man lernt, die Angst anzunehmen und sie dann in einem letzten Schritt zu entlassen.

Gleichzeitig ist es eine wichtige Aufgabe dieser letzten Phase der Therapie, ein neues Körpergefühl zu entwickeln. Die Symptome der Angst werden symbolisch aus dem Körper herausgenommen. An die Stelle, an der vorher die Angstsymptome wahrgenommen wurden, können nun andere, neutrale bis positive Empfindungen treten. Die Angst gehört endlich der Vergangenheit an.

 

 

 

Susanne Markstahler

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