Heute: Gedanken die uns lähmen
 
Bei schwierigen Ereignissen entstehen in uns Gefühle, diesen ordnen wir Gedanken zu und handeln dann dementsprechend. Entweder weichen wir zurück und erdulden, oder wir greifen an. Diese ganzen Vorgänge laufen in uns in wenigen Sekunden ab…
Um diesen Kreislauf zu durchbrechen müssen wir wissen, wie wir funktionieren. Da wir bei der Geburt keine Gebrauchsanweisung für uns selbst mitbekommen haben, müssen wir uns diese selbst erarbeiten.
 
Ein Beispiel: Du besuchst deine Mutter im Pflegeheim und kaum bist du da kommen folgende Sätze: ach, wer bist du denn, du warst schon so lang nicht mehr da, dass ich dich kaum erkannt habe….. hast wohl was besseres zu tun als dich um mich zu kümmern….
Aufkommende Gefühle bei dir:
Wut, Enttäuschung, Frust
Mögliche körperliche Empfindungen:
Magenschmerzen, Gefühl des gelähmt seins, Druck in der Brust
Aufkommende Gedanken: Nie ist sie zufrieden(Bewertung anderer Personen), ein gutes Kind bleibt jetzt ruhig (vorgefasste Pflichten), eines Tages werde ich ihr meine Meinung sagen (Angst) Nie kann ich es ihr recht machen (Selbstbewertung)
 
Wie kann ich diesen Kreislauf durchbrechen.
1. Wenn du Gefühle nicht annimmst und aussprichst rutscht du in die Verbitterung ab.
Du kannst dir hier ein Tagebuch zur Hilfe nehmen. Ein Tagebuch der Selbst-Empathie. Es hilft dir, deine Gedanken zu ordnen, Probleme einzugrenzen und grüblerische Gedanken bewusst zu machen und umzuwandeln. Dinge werden dir dadurch klarer.
2. mache dir die Gedanken bewusst, die dich lähmen (Gedanken der Selbstbewertung, Bewertungen anderer, Ängste und vorgefasste Anschauungen)
3. jetzt musst du raus finden, welche Bedürfnisse sich hinter deinen Gedanken verstecken.
4. und nun überlegst du dir, was der kleinste mögliche Schritt sein könnte, den du gehen könntest um das eine oder andere unbefriedigende Gefühl in einer bestimmten Situation zu befriedigen. Dadurch kommst du vom Reagieren zum aktiven Handeln für dich.