Heute: Verletzungen loslassen
 
Es gibt verschiedene Methoden Verletzungen loszulassen. Wichtig ist, dass du hier deinen individuellen Weg findest. Es ist wichtig Verletzungen loszulassen, aber genauso wichtig ist es, dir bewusst zu machen, dass jede Verletzung die du heilst und die du loslässt dich stärker gemacht hat und du dich dadurch ein Stück besser kennengelernt hast. Viele werden jetzt widersprechen, aber das ist meine Erfahrung. Ich wurde z.B. als Kind missbraucht. Erst viele Jahre später konnte ich das aufarbeiten und loslassen. Dadurch habe ich eine unglaubliche Stärke entwickelt und mich neu kennengelernt.
 
Schau dir also deine Verletzung genau an und frage dich, ob dich der andere wirklich verletzen. Oftmals ist es gar nicht so gemeint und wir interpretieren etwas falsch. Vielleicht weil es mir gerade aus anderen Gründen nicht so gut geht, wird etwas harmloses als Vertrauensbruch oder Bosheit wahrgenommen.
Aber egal ob absichtlich oder unabsichtlich…. du fühlst dich verletzt. Geh an einen Ort wo du alleine und ungestört bist. Stelle dich aufrecht hin, so dass du einen guten und stabilen Stand hast. Lege deine rechte Hand auf dein Herz und atme mindestens 10 mal langsam und tief ein und aus. Du darfst beim ausatmen auch ganz kraftvoll deine Schmerz hinausschreien oder laut stöhnen wie es die Tennisspieler immer so schön machen. Jedesmal wenn du ausatmest stellst du dir vor, wie du dich von den Verletzungen befreist. Sie werden einfach mit deinem Atem nach außen abtransportiert.
 
Eine weitere Übung ist das visualisieren. Schau dir an, was dich verletzt hat. Geh nochmal in diese Situation hinein. Anschließend malst du auf ein Blatt Papier die Situation die dich verletzt hat auf, oder schreibst sie auf. Schreib dann mit einem roten Stift folgendes auf das Blatt: Ich weigere mich negative Gefühle in mir wohnen zu lassen, die mit dieser Situation zu tun haben. Dann verbrennst du oder zerreißt du das Blatt.
 
Eine dritte ganz wunderbare Übung, die besonders dann hilft, wenn wir uns für andere aufopfern oder uns ausgenutzt fühlen. Setzt dich bequem hin, atme einige male ganz ruhig in deinem Rhythmus. Dann atmest du langsam und tief ein und aus. Beim einatmen denkst du: Ich atme ein und spüre die Ruhe….Beim ausatmen denkst du: Ich atme aus und fühle mich wohl.
Nach 5-6 mal öffnest du deine Handflächen nach oben gewandt und denkst 5-6 mal: ich gebe und erwarte nichts dafür.
 
Du wirst merken, wie du innerlich immer ruhiger wirst durch diese Übung.
 
Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Loslassen